July Paul Band

CD Cover July Paul Bimey Bye Bye

Neue Download Single 

Ab sofort überall erhältlich!


Der Song "Bimey Bye Bye (Tribute To A Rock'n Roll Sonnyboy)" ist meinem Freund Bimey Oberreit gewidmet, der im Februar 2021 leider viel zu früh die Musik- und Lebensbühne verlassen hat. 

Bimey war nicht nur ein begnadeter Münchner Musiker, den ich sehr bewundert habe, sondern er war auch ein wunderbarer Mensch mit sonnigem Gemüt. Wir waren in jungen Jahren gut befreundet und haben vieles gemeinsam unternommen. Unter anderem starteten wir Ende der Siebziger Jahre parallel unsere beiden Musiker-Karrieren.

Das Lied, das ich für ihn geschrieben habe, ist mein ganz persönliches Abschiedsgeschenk an ihn, produziert und aufgenommen mit der July Paul Band. 

Die Geschichte zum Song

von July Paul

Als ich Anfang Februar 2021 von Bimeys Tod erfuhr, war das ein regelrechter Schock für mich, obwohl Bimey und ich uns fast 30 Jahre lang aus den Augen verloren hatten. Gelegentlich hatten wir noch Kontakt über diverse soziale Medien und unterhielten uns auf diese Art und Weise meist über Musik und Fußball. Allerdings verband Bimey und mich wesentlich mehr als nur diese beiden Themen. Denn in jungen Jahren waren wir gut befreundet, unternahmen viel gemeinsam und waren zudem beide Münchner durch und durch.

Der Zufall wollte es so, dass wir in den Siebziger Jahren, beide unabhängig voneinander, unsere musikalische Karriere bei der gleichen Musik- und Produktionsfirma starteten. Bei Polyband veröffentlichten wir jeweils in Form einer Musikkassette unseren ersten Tonträger. Als Bimey dann später mit der Rockgruppe Munich zu einem der absoluten Münchner Lokalmatadoren wurde, wuchs meine Bewunderung seiner Kunst, und er avancierte immer mehr zu einem meiner musikalischen Idole. 

Anfang der Achtziger Jahre wurde Bimey mit M3 und ich wieder unabhängig voneinander von dem Münchner Konzertveranstalter Rüdiger Hoffmann (Stimmen der Welt) unter Vertrag genommen, und somit hatten wir zeitgleich dasselbe Musikmanagement. Nach wie vor verbrachten wir gemeinsam Zeit mit Musik, Fußball- und Kartenspielen.
 
Erneut wollte es wieder der Zufall, und es erübrigt sich zu erwähnen, selbstverständlich unabhängig voneinander, dass wir beide erneut bei ein und derselben Plattenfirma landeten. Bimey unterschrieb zusammen mit seinen beiden Musikerkollegen von M3 genauso wie ich als Solokünstler einen Schallplatten-Exklusivvertrag bei dem Münchner Plattenlabel „Jupiter Records“. Eine wunderbare Geste und Zeichen der Freundschaft von Bimey zu mir war es auch, als er mich bei einer TV-Show im deutschen Fernsehen mit seiner Band M3 überraschte, indem er vor laufenden Fernsehkameras mit einem "July Paul Band-T-Shirt" auftrat. 

1983 sang ich zusammen mit Ingrid Peters im Duett bei deutschen Vorentscheidung  zum Song Contest ( "Grand Prix de la Chanson") und wir belegten dabei den nicht so ganz schlechten aber leider undankbaren 2. Platz. Wir traten mit dem Lied "Viva la Mamma" bei der TV-Show live mit Band auf und frag ich euch mal, wer spielte da die Gitarre und sang im Chor mit? Ganz genau! Mein Freund Bimey! Auf YouTube findet man heute noch das Video, auf dem Bimey im roten Sakko und mit weißen T-Shirt zu sehen ist.

1992 zog ich mit meiner Familie nach Kärnten in Österreich, und somit wurde leider über die Jahre hinweg der Kontakt zwischen Bimey und mir nach und nach immer weniger. Wie bereits bemerkt, hatten wir allerdings über WhatsApp, Facebook und Co. immer wieder mal gelegentlichen Kontakt.

Als ich dann dieses Jahr im Februar von Bimeys Tod erfahren hatte, schlug das bei mir ein, wie ein Blitz. Ich konnte und wollte es nicht fassen und setzte mich kurz darauf an mein Klavier und begann für meinen ehemaligen Freund den Song „Bimey Bye Bye (Tribute To A Rock’n Roll Sonnyboy)“ zu schreiben, den ich ihm jetzt postum als persönliches Abschiedsgeschenk widmen möchte. Die Musikerkollegen meiner Band waren vom Lied gleich begeistert und sofort bereit, gemeinsam mit mir das Lied im Studio aufzunehmen und als neue Single der JULY PAUL BAND zu veröffentlichen. 

 

Den Song „Bimey Bye Bye (Tribute To A Rock’n Roll Sonnyboy)“ habe ich im Februar geschrieben und im März und April 2021 in meinem Kärntner Studio sowie in den bayerischen Faceline Recording Studios in Althegnenberg gemeinsam mit der Band eingespielt und aufgenommen, mit der ich auch das aktuelle Album "Prise Hoffnung" produziert hatte. Für den Mix konnte ich mit Gerry Hauck einen großartigen und erfahrenen Toningenieur und Freund von mir und Bimey gewinnen, mit dem sowohl Bimey als auch ich in früheren Jahren sehr häufig und in allen möglichen Tonstudios zusammengearbeitet hatte. Auch auf diese Fügung bin ich sehr stolz.

Die Trauer über Bimeys Tod ist bis heute bei mir noch nicht verflogen. Leider bemerkt man im Leben erst viel zu spät, wieviel ein Mensch einem wirklich bedeutet hat, doch manchmal ist es dann leider zu spät, um es ihm zu sagen.

Ruhe in Frieden Bimey - In Freundschaft July.

Lyrics Video zum Song

July Paul Band - Bimey Bye Bye (Tribute To A Rock'n Roll Sonnyboy) Lyrics

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July Paul Band
Bimey Bye Bye (Tribute To A Rock'n Roll Sonnyboy)

 Musik & Text: July Paul

Bandfot July Paul Band und Logo 2020


Quartett der Extraklasse 

Die Singer-Songwriter Band besteht aus 4 Vollblut-Musikern. Die beiden langjährigen Weggefährten Achim Göres (Gitarre/Gesang) und Fritz „Freeman“ Rittmüller (Schlagzeug/Gesang) sowie der neu hinzugestoßene Manuel Frey(Bass) bilden zusammen mit July Paul (Gesang, Piano, Keyboards, Programming, Percussion) eine neue JULY PAUL BAND.

Wie das Debütalbum „JULY PAUL BAND - Orig. BAV-Rock aus München“ aus dem Jahre 1980 wurde auch das aktuelle Album „Prise Hoffnung“ 40 Jahre später von einem Quartett eingespielt.
 

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben ...

Aufgrund der 2020/2021 Corona-bedingten Konzertausfälle kann das aktuelle Album "Prise Hoffnung" von der July Paul Band leider derzeit nicht live auf Konzertbühnen präsentiert werden können. Wir hoffen aber, dass sich das bald ändert!

July Paul Band von hinten mit Strohhüten

Kurz-Biografie 2021

July Paul

Sänger, Musiker, Komponist, Textdichter, Musikproduzent, Sprecher, Moderator und Buchautor, ist eigentlich als Julius Michael Paul in München geboren und aufgewachsen. Bereits im Alter von 5 Jahren hatte der kleine Julius mit der Band seines Vaters, dem July Paul Quartett, seinen ersten Gesangsauftritt auf einer Bühne, und im Alter von 6 Jahren bekam er von einem Lehrer des Richard-Strauss-Konservatoriums Klavier und Flötenunterricht.

1975 trat er in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Profi-Musiker. 1978 gründete er die July Paul Band. July begann eigene Lieder zu schreiben. 1979 übernahm er bei der Münchner Produktionsfirma Polyband die Stelle des Musikprogrammgestalters und Musikproduzenten. 1980 veröffentlichte July mit der July Paul Band sein Debütalbum.  1982 wurde er freiberuflicher Musiker und schrieb u. a. Titelmusiken für zahlreiche TV- und Zeichentrickfilme (u. a. für die Serie „Captain Harlock“; den von July komponierten Titelsong sang Nicole). 1983 belegte July zusammen mit der Sängerin Ingrid Peters als Gesangs-Duett Ingrid Peters & July Paul mit dem Titel „Viva La Mamma“ den 2. Platz bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Den gleichen Platz belegten die beiden 1983 auch in der ZDF-Hitparade. 1983 wurde er Dritter als Textdichter für den österreichischen Beitrag zum Eurovision Song Contest.

2013 wurde July von der AKM Österreich als Singer/Songwriter, bzw. als Komponist mit seinem Song „You“ für projektpop2014 nominiert und ausgewählt. Im Februar 2019 veröffentlichte er als Buchautor seine Autobiografie „Aufgeben war NIE mein Ding - Die bewegende Lebensgeschichte eines Musikers“. Die wahre Geschichte eines bunten und wechselvollen Musikerlebens, prall gefüllt mit erstaunlichen Begegnungen, Erlebnissen und Erkenntnissen. Ein Buch, das mit großartigen Rezensionen und Kommentaren geradezu überhäuft wurde. 

Von 1980 bis heute wurden von July Paul mehr als dreißig verschiedene Tonträger veröffentlicht. Über 200.000 Exemplare wurden davon verkauft. Unzählige Konzerte und Auftritte aller Art absolvierte er auch in dieser Zeit als Musiker, Singer/Songwriter und singender DJ in Deutschland und Österreich.


Achim Göres

In Saarbrücken geboren und aufgewachsen im niederbayerischen Deggendorf. 1977 zog er in die Landeshauptstadt Bayerns und wurde im Laufe der Jahre zu einem der gefragtesten Live- und Studiogitarristen Münchens. Mehrfacher deutscher Meister im Rudern. Slalom-Ass. Langjähriges Kung Fu Training. Gitarristisch groß geworden in den 1960er- und 1970er-Jahren, als der Blues zum Rock wurde, ist Achim Göres seit fast 40 Jahren als Profi-Gitarrist auf der Bühne und im Studio zuhause. Er spielt und spielte in zahlreichen namhaften Blues-, Rock-, Cover- und Galabands und ist ein echter Live-Veteran mit weit über 3000 Shows bisher. Mittlerweile ist Achim Göres auch Autor zahlreicher erfolgreicher Gitarrenlehrbücher und Mitbetreiber der Musikschule "Ohwurm" in München.


Fritz „Freeman“ Rittmüller

Fritz, der eigentlich Friedrich Carl heißt, aber besser als Freeman bekannt ist, ist in München geboren und aufgewachsen und begann mit dem Trommeln schon in den 60iger Jahren. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er 1969 im legendären Blow Up in Schwabing. Nach Abschluss einer Banklehre war für ihn klar, dass seine Berufung die Musik ist. Unterricht bei Harald Rüschenbaum, Masterkurse, unter anderem bei Max Roach und das Studium der Dante Agostini Lehren bildeten einen soliden Grundstock für seinen weiteren Lebensweg. Seit 1985 arbeitet er auch als Tontechniker und Produzent, betreibt seine Firma Spice Records, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn, der jetzt Inhaber der Firma Faceline Records ist.


Manuel Frey

Manuel, geboren am Bodensee, ist das jüngste Bandmitglied. Mit 14 Jahren durfte er erstmals auf dem E-Bass seines Bruders spielen und wurde dann zum E-Bassisten verschiedener Jugendbands. Bald kaufte er sich seinen ersten eigenen bundlosen E-Bass, mit dem er noch als Schüler in der Gala-Bigband „Kir Royal“ einstieg. Nach einem Jahr beim Luftwaffenmusikkorps in Hamburg und intensiven E-Bass-Studien vor allem in Richtung „Slap“ entschied sich Manuel als einziger Superdreamer gegen eine professionelle Laufbahn als Musiker. In der Folge spielte er in Bands verschiedener Stilrichtungen und gelegentlich auch als Theatermusiker bei „Cats“ in Zürich. Eine der interessantesten Gruppierungen war dabei sicherlich das Scotfunk-Duo „Kir Whisky“, bestehend aus Dudelsack und geslapptem E-Bass, mit dem er in den 1990ern die Stuttgarter Partyszene bereichern durfte.

Seit der Rückkehr nach Deutschland nach einem Auslandsaufenthalt in Schweden hat sich Manuel hauptsächlich dem Jazz verschrieben und spielt im Münchner ClubJazz-Quartett Mo’fazz E-Bass und auch Kontrabass.

Die July Paul Band Story

von July Paul

Kapitel 1: JULY PAUL BAND 1.0


Schon sehr früh bemerkte ich, Julius Michael Paul - wie ich eigentlich mit bürgerlichen Namen richtig heiße - meine Vorliebe für die Musik und den Gesang und stand bereits im zarten Alter von 5 Jahren zum ersten Mal auf einer Bühne, und zwar in Seefeld in Tirol. Begleitet wurde ich an diesem denkwürdigen Tag im Jahre 1960 von meinem Vater July Paul Senior und dem JULY PAUL QUARTETT, der Band meines Vaters. Mein Vater war sowohl Schlagzeuger und Sänger als auch der Bandleader. Zur Überraschung des Publikums sang ich aber anstatt eines Kinderliedes, den damaligen Radio-Hit „Das hab‘ ich in Paris gelernt“, den ich zur Freude meines Vaters rotzfrech hinaus trällerte. Als kleiner Bub konnte ich beim besten Willen damals noch nicht ahnen, dass dies ein einschneidender Moment in meinem Leben sein sollte.

Mit 6 Jahren bekam ich von einem Musiklehrer des Richard-Strauss-Konservatoriums Klavierunterricht und dieser brachte mir auch im wahrsten Sinne des Wortes die richtigen Flötentöne bei, denn Flöte war mein zweites Instrument. Als ich vierzehn war, gründete ich zusammen mit meinem Freund Toni Urban die erste Band, die wir beide völlig unbescheiden „The Ace“ nannten. Toni und ich wuchsen im Münchner Stadtteil Giesing auf und wir spielten schon im Sandkasten zusammen. Jetzt suchten wir also für unsere neue Gruppe Bandmitglieder. Nach und nach gesellten sich weitere Freunde und Musikbegeisterte zu uns in den Probekeller und irgendwie versuchten wir gemeinsam, ein paar richtige Töne hinzubekommen. Wir waren zwar nicht gut, dafür aber laut. 

Ein Jahr später, also 1970, hörte sich das schon etwas besser an und wir traten mit unserer brandneuen Band „THE ACE“ im Münchner Parkcafe auf, einem verdammt noblen Tanzschuppen. Wir hatten gerade mal vier Songs im Programm und mein Vater, der dort mit seiner Band ein Engagement hatte, ließ uns im Rahmen seiner allabendlichen Auftritte eine Einlage spielen und kündigte uns dabei als jüngste Band Münchens an. Da mein Vater danach seinen Job im Parkcafe Gott-sei-Dank nicht los war, ging ich mal davon aus, dass wir gar nicht so schlecht waren. Wir spielten Hey Jude von den Beatles, Down On The Corner von C.C.R., House Of The Rising Sun von den Animals, und Johnny Guitar.

July Paul und Toni Urban live 1970

THE ACE : 

Toni Urban (rotes Hemd), July Paul (schwarzes Hemd), Günther Miksch (roter Bass), Gisbert (Schlagzeug), Gitarrist ohne Name

Nachdem ich 1974 meine Hotelkaufmanns-Lehre abgeschlossen hatte, ging’s nach Liechtenstein und in die Schweiz, um Auslandserfahrung zu sammeln. Diese sammelte ich in der gehobenen Gastronomie. Ein Jahr später stieß ich in die Fußstapfen meines Vaters und wurde Profimusiker in der Schweiz und spielte in einem Trio Namens „3 Musketiere“. Heimweh zu meiner Familie und zu meinen Freunden und auch nach Bayern generell ließen mich ein paar Monate später aber bereits wieder nach München zurückkommen. Es war aber nicht nur das Heimweh, das mich zur Rückkehr trieb, sondern eher auch die Tatsache, dass Tanzmusik doch nicht das war, was ich mir für meine musikalische Zukunft so erträumt hatte. Abend für Abend immer wieder im gleichen Hotel die gleichen Lieder spielen, war doch nicht der ersehnte Traumjob, den mein Vater jahrzehntelang erfolgreich ausübte. Diese Monate der Erfahrung waren allerdings für mich enorm wichtig und ich war froh, den nicht unbedingt einfachen Weg eines Berufsmusikers einmal ausprobiert zu haben. Mir war jetzt bewusst, dass die goldene Ära dieses Musik-Genres, in der mein Vater mit seiner Band durch halb Europa gereist war, an Glanz und Gloria verloren hatte. Als kreativer Mensch hatte ich allerdings mittlerweile sowieso eigene musikalische Ideen und ganz andere Vorstellungen.

1975

 3 Musketiere (von links nach rechts)

 July Paul, Othmar "Vip" Studhalter, Tommi ?


So nahm ich nach meiner Rückkehr im Herbst 1975 in München eine kaufmännische Stelle bei der amerikanischen Computerfirma "Digital Equipment" an und machte ab sofort wieder nur noch nebenbei Musik. Jetzt sollte endlich wieder der musikalische Spaß im Vordergrund stehen und so schloss ich mich der Band „HAWAKUC“ an, bei der schließlich meine beiden besten Freunde Toni Urban und Peter Huber spielten. Außerdem war dort auch der Bassist Günter Miksch, mit dem ich vorher schon zusammengespielt hatte, da er bei "THE ACE" den Bass zupfte.  

1975

 HAWAKUC 

(von links nach rechts)

 July Paul, ?, Toni Urban, Günther Miksch, Peter Huber


Irgendwann spürte ich aber, dass ich selbst gerne die musikalischen Fäden einer Band in der Hand halten würde und machte mir verstärkt Gedanken, eine eigene Gruppe zu gründen, denn mir schwebte ein wesentlich rockigerer Sound vor. So verließ ich also nach einem knappen Jahr die Gruppe "HAWAKUC" und fing an, neue Musiker zu suchen, mit denen ich meine musikalischen Vorstellungen umsetzen konnte. Musiker kamen, Musiker gingen. Trotz der Schwierigkeit, passende Bandmitglieder zu finden, zog ich bereits die ersten Auftritte für meine neue Band als Bandleader an Land, obwohl es diese eigentlich so richtig noch gar nicht gab. Im Musikgeschäft ist das allerdings so: Hat man als Bandleader gute Gigs in der Tasche, dann findet man meist auch schnell die passenden Musiker. 

In der Folgezeit hatte ich tatsächlich ein glückliches Händchen und es kristallisierte sich eine richtig gute Gruppe heraus. Am Schlagzeug saß Alexander Kubitschek, der Sohn der Schauspielerin Ruth-Maria Kubitschek, der später durch Edgar Schulz ersetzt wurde. Auch der Rest der Band konnte sich sehen und hören lassen. Gerard Carbonell, ein gutaussehender Franzose am Bass, ein 1,90 cm großer Theologiestudent namens Harald Höschler an der Gitarre und ein vollbärtiger, völlig durchgeknallter Typ namens Arthur am zweiten Keyboard, an dessen Nachname ich mich leider nicht mehr erinnere. Auch ich spielte ein weiteres Keyboard und war auch Leadsänger der Band. Wir rockten bereits nach kurzer Zeit ordentlich drauf los; Höhepunkt zu dieser Zeit waren sicherlich unsere Auftritte bei den legendären Weißen Festen in der Max Emanuel Brauerei in Schwabing. 

Ein halbes Jahr später war allerdings die Luft leider raus, denn Arthur verschwand plötzlich spurlos von der Bildfläche. Niemand wusste, wo er war, er war wie vom Erdboden verschluckt, und so gingen bald auch die anderen Bandmitglieder anderen Interessen nach. Übrig blieb nur der Theologiestudent Harald und meine Wenigkeit.

1976

JULY PAUL BAND

(von links nach rechts)

 Arthur ?, Harald Höschler, Alex Kubitschek, July Paul, Colin ?


1976

JULY PAUL BAND

(von links nach rechts)

 Gerard Carbonell, Edgar Schulz, July Paul, Arthur ?, Harald Höschler


Gemeinsam gingen wir also wieder auf die Suche nach neuen Musikern, um eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen, was uns tatsächlich auch gelang, denn 1976 war es soweit und mit:

Peter Schneider (Gitarre, Gesang)
Harald Höschler (Gitarre, Gesang)
Thomas Müller (Schlagzeug, Gesang)
Dieter Verhoffnik (Bass)
July Paul (Keyboards, Gesang)

fand sich eine Formation, von der ich überzeugt war, dass sie die richtigen Musiker für meine Band sein würden und gründete die JULY PAUL BAND. Harald entwarf für uns ein Logo und kümmerte sich auch um alle möglichen Werbedinge und um die Fotos der Band. Die neue JULY PAUL BAND spielte zwar immer noch ausnahmslos Cover-Songs, doch die Vorliebe zu den ganz großen Pop- & Rock-Klassikern der Sechziger- und Siebziger Jahre war nicht zu überhören. Wir spielten Songs von Deep Purple, den Beatles, Creedence Clearwater Revival, Rod Stewart bis hin zu Smokie und hatten vielleicht so ziemlich die stärksten Songs dieser Ära im Live-Programm. Wir traten auf allen möglichen Partys und Festivitäten auf und standen sogar mit der Zigarettenmarke "JOHN PLAYER SPECIAL" in Verhandlungen, um sie als Sponsor-Partner zu gewinnen, denn das von Harald gestaltete Logo der JULY PAUL BAND - auf dem lediglich die Initialen JPB zu lesen waren - sah dem der Tabakfirma, doch verdammt ähnlich. Peter Schneider und ich - zwei charismatische und stimmgewaltige Lead-Sänger, wie manche sagten - ergänzten uns großartig. Es fing richtig gut zu laufen an. 

Nachdem Harald allerdings sein Theologie-Studium einige Zeit später erfolgreich zu Ende gebracht hatte, teilte er uns mit, dass er am Tegernsee eine Stelle als Priester annehmen werde und seine Musiker-Karriere beenden werde. Natürlich beendete er auch sein Mitwirken bei der July Paul Band. Es war zum Aus-der-Haut-fahren. Wir waren gerade so richtig gut eingespielt und jetzt? Ich war völlig entmutigt. 1977 löste sich dann die Band auf, sämtliche Bandmitglieder verstreuten sich in allen möglichen Himmelsrichtungen und verloren sich völlig aus den Augen.

1977

 July Paul Band - später Eastwind

(von links nach rechts)

 July Paul, Dieter Verhoffnik, Thomas Müller, Peter Schneider, Harald Höschler


Kapitel 2: JULY PAUL BAND 2.0


 

Nach der vollständigen Auflösung der JULY PAUL BAND im Jahr 1977, versuchte ich jetzt doch wieder in einer anderen Band Fuß zu fassen, und es folgten mehrere Kurz-Gastspiele bei diversen Gruppen. Nirgendwo war es das Gelbe vom Ei, trotzdem gab ich nicht auf und versuchte weiterhin unermüdlich, die richtige Band zu finden. „Es muss doch verdammt noch mal möglich sein, ein paar Jungs zu finden, die auf die gleiche Musik stehen wie ich und die dann endlich mal bei der Sache bleiben“, dachte ich mir. Und tatsächlich! Es geschah ein kleines Wunder, denn schon bald lernte ich über eine Zeitungsannonce den damals zweiundzwanzigjährigen Münchner Schlagzeuger Bernhard Ries kennen. Bernhard wohnte genau wie ich im Münchner Osten und suchte für seine Band einen Keyboarder. Prompt kam ich mit meinem Keyboard vorbei und spielte gleich mal mit. Die Band hatte zwei Gitarristen, einen Bassisten und einen Leadsänger. doch nach den nächsten Proben suchte der Sänger plötzlich das Weite, und ich übernahm neben den Keyboards jetzt auch den Leadgesang in der Gruppe. Wir waren fünf junge Musiker und spielten Songs von den Commodores, Eric Clapton, Steve Wonder, den Doobie Brothers und vielen anderen. 

Schon bald stand der erste Gig ins Haus, und der war noch dazu in einem sehr renommierten Hotel. Eigentlich passten wir als Band mit so einem rockig-funkigen Sound in dieses Etablissement überhaupt nicht hinein. Man könnte sagen, wir waren die falsche Band am falschen Ort, denn bereits nach den ersten drei Liedern beendete der Chef des Hauses unseren Auftritt mit scharfen und knappen Worten. Wir packten unsere Instrumente zusammen und fuhren frustriert und ohne Bezahlung wieder heim. Was für eine Sch…! Puh! Das war ein kleiner Schock, aber irgendwie doch auch lustig. Wir waren halt eine Rockband und keine Tanzmucker. Nach diesem Reinfall verabschiedeten sich allerdings gleich einige Musiker der Band, und zwar der Bassist Mike und Hansi, einer der beiden Gitarristen.

1978

 JULY PAUL BAND

(von links nach rechts)

 Hansi ?, Mike ? July Paul, Eric Glaw, Bernhard Ries


Übrig blieben Bernhard am Schlagzeug, Eric an der Gitarre und meine Wenigkeit. Eric war zwar ein echter Hippie, vielleicht sogar ein totaler Freak, aber er war als Musiker auch genial. Er war ein fantastischer Gitarrist und prägte maßgeblich den Sound unserer Band. Jetzt brauchten wir also wieder mal einen Bassisten und fanden nach einiger Zeit mit Jens Jannsohn einen Bassisten, der zwar gerade bei der Rock’n Roll-Gruppe "Blue Moon" spielte, aber Lust hatte, zu uns zu wechseln. Kurz darauf später stieg er in unsere Band ein, obwohl Bernhard von Anfang eigentlich nicht sonderlich von seinen Fähigkeiten überzeugt war. Wie auch immer? Er war ab sofort unser neues Band-Mitglied und die JULY PAUL BAND war jetzt ein Quartett. Da jeder tagsüber seinen beruflichen Verpflichtungen nachkam, schmiedeten wir an den Abenden gemeinsam Pläne, in welche Musikrichtung ein neues Programm gehen könnte und einigten uns darauf, ab sofort nur noch eigenes Song-Material zu spielen.


Mit
Eric Glaw (Gitarre, Gesang)
Bernhard Ries (Schagzeug, Gesang)
Jens Jannsohn (Bass)
July Paul (Keyboards, Gesang) 


gab es jetzt eine völlig neue JULY PAUL BAND

Wir trafen uns Woche für Woche regelmäßig in unserem Proberaum, der sich im Keller der Villa von Bernhards Eltern in München Sendling befand. Beide Elternteile von Bernhard waren Ärzte und unterstützten ihren Sohn in vollen Zügen, und so konnte er sogar den Kellerraum schalldicht umbauen lassen. Somit wurde auch in den oberen Räumlichkeiten niemand gestört, denn wir waren ja kein Streichquartett, sondern eine Rockband. Wir probten von da an konzentriert unsere eigenen Songs, und durch kontinuierliches Proben wurden auch die Arrangements und das Zusammenspiel immer besser. Eric war mit seinem Gitarrenstil der geniale Musiker unserer Band, und Bernhard sorgte mit seinem präzisen Schlagzeugspiel und gekonnten Chorgesang für einen ausgewogenen Sound. Außerdem verkaufte er sein Motorrad und kaufte für die Band ein großes Mischpult und Boxen, damit wir auch für Live-Auftritte gewappnet waren. Bernhard war in jeder Hinsicht ein echter Segen für die Band, denn er gab der Gruppe durch seine zuverlässige Art auch eine geordnete Struktur. Jens der Bassist, war eher Mitläufer in der Band, aber er engagierte sich dafür sehr in Sachen Werbung und Organisation für die Band. Das war ja auch wichtig. Ich hingegen war derjenige, der die große Klappe hatte, sprich, ich war eben der Leadsänger und Keyboarder der Band, aber auch der kreative Kopf. Wir passten also recht gut zusammen und so ging es stetig langsam vorwärts. Schon bald spielten wir unsere Songs nicht nur im Proberaum, sondern auch bei Musikfestivals und in angesagten Münchner Clubs wie „Peaches“, „Alte Burg“ oder „Rigan Club“. Mit Bands wie der "Spider Murphy Gang", "Blue Moon", "Rigan Clan" oder "Munich" zählten auch wir jetzt plötzlich zu den Lokalmatadoren der Münchner Musikclub-Szene. 

Nach einiger Zeit gingen wir gemeinsam zum ersten Mal in ein Tonstudio und nahmen unsere ersten Songs auf, um sie später Veranstaltern, Plattenfirmen oder Medienleuten vorspielen zu können. Wir nannten unseren Stil "BAV-Rock" und das wiederum stand für Bavarian Rock. In der gesamten bayerischen Medien-Landschaft gab es keine zweite Musikgruppe, die 1978 nur annähernd so einen Stil spielte. Sogar die „Spider Murphy Gang“ war zu der Zeit noch mit englisch-sprachigen Rock’n Roll-Songs unterwegs. 

Es dauerte deswegen auch nicht lange, und der Bayerische Rundfunk, im speziellen Georg Kostya - seines Zeichens Radiomacher und Musikredakteur - wurde auf unsere Gruppe aufmerksam und lud uns in sein Büro im BR-Gebäude ein. Herr Kostya hatte allerdings nicht nur uns eingeladen, sondern auch die Jungs von der "Spider Murphy Gang" und teilte uns beiden Gruppen mit, das ihm von der JULY PAUL BAND zum einen, der rockige Gesang und der bayerische Dialekt gut gefällt, von der „Spider Murphy Gang“ aber vor allen Dingen auch der fröhlich-groovige Fünfziger-Jahre-Rock’n-Roll-Stil. So gab er uns beiden Bands den Tipp mit auf dem Weg, doch mal die beiden Stilrichtungen miteinander zu verbinden und machte uns den Vorschlag, Songs in dieser Art und Weise zu schreiben und ihm dann wieder vorzuspielen. Wir fuhren also nach Hause und komponierten fleißig. Bernhard schrieb daraufhin seinen „Bernie’s 7-er Boogie“ und ich kam mit meinem Song „Harry“, in den Proberaum, der später auch auf dem Debüt-Album zu hören sein sollte.

Leider war unsere Band keine wirklich authentische 50-er-Jahre-Rock’n Roll-Band, auf die Georg Kostya so richtig abfuhr, sondern unser Musikstil war zwar rockig, aber eher von Gruppen wie Supertramp, Barclay James Harvest, Pink Floyd oder von Musikern wie Eric Clapton beeinflusst. Den echten 50-er-Jahre Rock’n Roll, auf den Georg Kostya so stand, spielte aber definitiv die Spider Murphy Gang, und bereits zwei Jahre später startete die Band um den Sänger Günther Siegl dank der „Starthilfe“ von Georg Kostya absolut megamäßig durch. Wir von der JULY PAUL BAND staunten nicht schlecht über die steile Karriere, waren aber auch ein bisschen darauf stolz darauf, ein kleines bisschen auch am gigantischen Erfolg der Spider Murphy Gang beteiligt gewesen zu sein.

1979 beendete ich meine hauptberufliche Tätigkeit bei der Computerfirma und wechselte zum Münchner Musikunternehmen Polyband, das sich auf die Herstellung von Musikkassetten spezialisiert hatte. Ich fing dort als Programmgestalter an und arbeitete mich in den kommenden Jahren zum A&R Manager und Musikproduzenten des Unternehmens hoch. Im Herbst 1979 nahmen wir dort mit der July Paul Band unser langersehntes Debütalbum „Orig. BAV-Rock aus München“ auf und waren sehr stolz auf unserem ersten Tonträger, denn dieser bestand ausschließlich aus Eigenkompositionen.

Im Frühjahr 1980 kam es aber dann knüppelhart für unsere Band, denn Bernhard teilte mir völlig überraschend mit, dass er aufhören wird. Ich konnte es erst gar nicht glauben, den Bernhard war ja sowohl die linke als auch die rechte Hand der JULY PAUL BAND und hatte an unserem Erfolg maßgeblichen Anteil. Nachdem Bernhard nicht zum Bleiben in der Gruppe überredet werden konnte, zerfiel wenig später die JULY PAUL BAND komplett und jeder ging seines Weges.


1979

 JULY PAUL BAND

(von links nach rechts)

 Bernhard Ries, Jens Jannsohn, July Paul, Eric Glaw


Kapitel 3:  JULY PAUL BAND 3.0


Ich war wirklich am Boden zerstört. Wir hatten doch noch erst vor Kurzem ein Album aufgenommen, unsere Auftritte liefen nicht schlecht an und jetzt gab’s die Band plötzlich nicht mehr. Ich rief am Abend meinen langjährigen Freund Toni an und erzählte ihm, dass sich meine Band völlig unerwartet atomisiert hatte, und da er gleich im Nachbarhaus wohnte, ging ich anschließend zu ihm rüber und wir ertranken meinen Kummer mit ein paar Hopfen-Kaltschalen. Ein paar Tage später rief mich Toni an und sagte mir, dass er mit den Jungs seiner Band „Brandy“ gesprochen hätte und wenn ich möchte, stünde mir die gesamte Band, mehr oder weniger als Begleitband zu Verfügung, da ihm und seinen Musikerkollegen meine Musik total gut gefällt und ich somit gleich wieder eine komplette Band hätte. Wow! Das waren ja endlich mal erfreuliche Nachrichten. Ich musste gar nicht lange nachdenken und sagte ihm, dass ich mich gerne mit ihnen in baldiger Bälde in ihrem Proberaum treffen würde. Ein paar Tage später waren wir uns einig und mit:

 
Kurt Schneider (Gitarre, Gesang)
Alfred Schweiger (Gitarre)
Toni Urban (Keyboards, Gesang)
Günther Miksch (Bass, Gesang)
Werner Steege (Schlagzeug)
July Paul (Keyboards, Gesang)

gab es wieder eine komplett neue Formation der JULY PAUL BAND.

Wieder wurde regelmäßig, Woche für Woche, geprobt und wieder wuchs eine neue Band zusammen. Die meisten Musiker der neuen Besetzung waren zwar vom Können und vom Talent her nicht mit der alten Band vergleichbar, dennoch schafften sie es, mit regelmäßigem Proben und hartem Training meine Songs recht gut zu spielen. Kurz darauf nahm ich mit der Band an einem Musikwettbewerb der Münchner Tageszeitung tz teil, und wir belegten am Ende von allen Beteiligten den 2. Platz. Es war also eine gute Entscheidung, in der neuen Formation weiterzumachen, und ich war Toni und seiner Band im Nachhinein für ihr Angebot sehr dankbar.

Bei einer Gartenparty meiner Musikfirma Polyband, bei der ich ja hauptberuflich arbeitete, lernte ich 1980 den Münchner Konzert-Veranstalter Rüdiger Hoffmann von Stimmen der Welt kennen. Ich witterte sofort eine Chance und ließ es mir nicht nehmen, bei dieser Begegnung sofort die Kassette mit den Songs des JULY PAUL BAND- Albums aus dem Auto zu holen und lies sie über die Lautsprecher im Garten laufen aufzulegen. Schon nach kurzer Zeit gewann ich das Interesse des bekannten Konzert-Managers an meiner Musik. Am nächsten Tag bereits bekam ich von Herrn Hoffmann einen Anruf, und er bat mich, in sein Büro zu kommen. Dort machte er mir ein Vertragsangebot, die JULY PAUL BAND zu managen. Jetzt hatte ich allerdings etwas Erklärungsbedarf und musste ihm erst mal erklären, dass es die Band in dieser Form gar nicht mehr gibt und ich erst kürzlich die Band mit neuen Musikern besetzt hatte. Da aber Herr Hoffmann von den Songs und der Musik des ihm vorgespielten Albums begeistert war, wiederholte er erneut das Angebot und meinte, dass es ihm letztlich egal sei, mit welchen Musikern ich spielen würde. Ich werd’ ja schließlich schon wissen, welche Musiker ich in die Band nehme und welche nicht. Ich hatte zwar gehofft, von ihm ein Vertragsangebot zu bekommen, ja sogar ein kleines bisschen damit gerechnet und freute mich jetzt tierisch, dennoch bat um etwas Überlegungszeit, denn ich musste ja schließlich erst mit den Jungs von der Band sprechen.

Bei der nächsten Band-Probe erzählte ich den Musikern von dem Vertragsangebot, und es entstand sofort eine größere Diskussion. Niemand von den Musikern hatte mit so etwas gerechnet und vor lauter Gequatsche kamen wir an dem Abend gar nicht mehr zum Proben. Jetzt wurden Probleme heraufbeschworen, die ja überhaupt noch nicht da waren, und die meisten hatten Angst, demnächst zu viel Zeit für die Band investieren müssen. Ich hatte sofort das Gefühl, dass der Großteil der Band gar nicht ernsthaft an einer Karriere interessiert war und fuhr danach heim und musste erst mal eine Nacht darüber schlafen. Am nächsten Tag rief ich meinen Freund Toni an und sagte ihm, dass ich mich von der Band trennen werde, denn ich möchte mit der Musik weiterkommen und nicht in einem Proberaum versauern. Somit war die aktuelle JULY PAUL BAND schon wieder Geschichte.

Foto 1: July Paul, Toni Urban (Keyboards/Gesang)

Foto 2: Kurt Schneider, Günther Miksch (Gitarre/Bass)

Foto3: Werner Steege (Schlagzeug)
Foto 4: Alfred Schweiger (Gitarre)
Foto 5: July Paul (Gesang)

Kapitel 4:  JULY PAUL BAND 4.0


Mittlerweile hatte ich Rüdiger Hoffmann erzählt, dass ich mich von den Musikern getrennt habe, dass sie keinen Bock auf Karriere hatten. Er gab mir recht und bot mir einen Solo-Künstlervertrag an, den ich auch kurz darauf unterschrieb. Ich hatte also jetzt für eine Vertragszeit von fünf Jahren einen Manager, der sich ab sofort um meine musikalischen Belange kümmern würde. Das war ja schon mal irgendwie aufregend. Von da an trafen Rüdiger und ich uns mindestens einmal pro Woche in seinem Büro, denn unser gemeinsamer Plan war, eine Plattenfirma zu finden, die mich als Künstler aufnehmen und meine Songs veröffentlichen würde.

Eines Tages sagte Rüdiger zu mir, das einer seiner Mitarbeiter einen guten Schlagzeuger kennt und ob ich mal Lust hätte, diesen kennen zu lernen. Er gab mir seine Nummer und ich rief ihn an. Seine Name war Fritz Rittmüller. Bald schon trafen wir uns und erzählte er mir, dass er mit ein paar Jungs zusammen in der Band „Unicorn“ spielt, und er fragte mich, ob ich Lust hätte, zu einem Gig vorbeizukommen. Na klar hatte ich Lust und hörte mir ihr Programm an. Die Band bestand aus zwei fantastischen Gitarristen und einem hervorragenden Bassisten. Fritz Rittmüller spielte Schlagzeug und gefiel mir nicht nur besonders gut als Drummer, sondern er konnte auch noch hervorragend singen. Sein Stil, funky und soulig. Ich dachte sofort. Aha! Phil Collins und Don Henley lassen grüßen. 

Nachdem ich im Laufe der Zeit die Burschen von „Unicorn“ dann näher kennen gelernt hatte, boten sie mir an, mit mir zu spielen, und kurz darauf schleppte ich bereits mein Keyboard in ihren Proberaum. Es dauerte nicht lange und es folgten unter dem Namen „Unicorn“, die ersten gemeinsamen Auftritte. Die Band spielte ein zweigeteiltes Programm. Der erste Teil bestand aus ihren englischen, rockigen „Unicorn“-Nummern und der zweite Teil aus meinen bayerischen Dialekt-Rock-Songs. Mein Manager hatte von der Entwicklung der neuen Band mittlerweile Wind bekommen und freute sich, dass ich Musiker gefunden hatte, die zu mir passten. Rüdiger kam daraufhin sofort auf die Idee, gemeinsam mit der Band ein paar neue Demos aufzunehmen, damit er diese den Plattenfirmen anbieten könnte. Er buchte deswegen 1981 für uns das Münchener Tonstudio „Studio 70“ und wir nahmen dort in einer Tages-Session einige schnelle Demos auf. Er hatte somit von uns Material, das er an Plattenfirmen senden oder ihnen vorspielen konnte. 

Nachdem Rüdiger die Demos an alle möglichen Plattenfirmen gesendet hatte, kamen nach und nach leider nur Absagen zurück. Lediglich vom Münchner Label Jupiter Records bekamen wir jetzt unerwartet die Einladung zu einem persönlichen Vorstellungstermin. In München gab es nämlich neben der berühmten Plattenfirma Ariola auch noch andere Unternehmen und Plattenlabels, unter anderen eben die Firma Jupiter Records. Diese wiederum gehörte dem großen Ralph Siegel, genauso wie die Siegel Musikverlage und das Olympia Tonstudio. 

Ralph Siegel kannte ich bis dahin nur durch seine Grand Prix-Erfolge mit Dschinghis Khan, Katja Ebstein und anderen. Allerdings stellte ich bald schon fest, dass dort sehr wohl auch andere Künstler produziert wurden, die nicht nur die Kompositionen von Herrn Siegel sangen. Es schwirrten dort jede Menge Musiker durch das Haus und durch die diversen Studioräume, und es gab dort auch noch einen weiteren Produzenten namens Werner Schüler. Werner Schüler war die rechte Hand von Ralph Siegel und außerdem auch noch der A & R Manager des Hauses, was für die Leitung der „Artists“ und des „Repertoires“ stand, und ihm spielten wir bei dem persönlichen Treffen jetzt unsere Tonbänder vor. Werner Schüler hatte ja vor ein paar Jahren für Jürgen Drews den Songtext „Ein Bett im Kornfeld“ geschrieben und als unerfahrener Künstler hatte ich vor jemandem, der diesen Mega-Hit auch produziert hatte, natürlich gehörig Respekt. Leider bekamen wir von ihm eine Abfuhr, denn er war nicht an mir und meinen Songs interessiert. Rüdiger und ich fuhren anschließend leicht angefressen nach Hause, und am nächsten Tag ging ich wieder wie gewohnt meiner Arbeit nach – ebenfalls in der Funktion eines A&R Managers für Polyband, wo ich ja schließlich meine Brötchen verdiente.

Jede freie Minute verbrachte ich an meinem Piano und an meinem kleinen Vier-Spur-Recorder. „Dem werd ich’s zeigen!“ dachte ich mir, schrieb unermüdlich neue Songs und nahm ein Demo nach dem anderen auf. Sobald ich ein paar neue Aufnahmen fertig hatte, fuhr ich persönlich zu Jupiter Records hin und versuchte, ins Büro von Herrn Schüler zu kommen. Meistens versuchte mich allerdings seine Vorzimmer-Tussi abzuwimmeln. „Nicht mit mir“ war nach wie vor mein fester Entschluss, und so wartete ich oft stundenlang in der Halle vor seinem Büro, bis er irgendwann aus seinem „Mauseloch“ herauskam. Ob er jetzt wollte oder nicht, ich drückte ihm eine Kassette mit den neuen Aufnahmen von mir in die Hand. Natürlich hörte ich trotzdem nichts von ihm. Also fuhr ich einige Tage später wieder mit einer neuen Demo-Aufnahme hin. Ich wartete… und wartete… und wartete… 
Irgendwann erwischte ich ihn wieder und übergab ihm die neue Musikkassette mit einem brandneuen Song von mir. Wenn ich mich richtig erinnere, ging das noch ein paar Mal so.


Eines Tages rief mich mein Manager Rüdiger an und sagte, dass wir nochmals zu Jupiter Records kommen sollten. Ich nahm mir also einen halben Tag frei, und Rüdiger und ich fuhren gemeinsam zur Siegel-Villa, die ja Ralph Siegel, dem Mr. Grand Prix, persönlich gehörte. Rüdiger und ich saßen also wieder mal auf der kleinen braunen Ledercouch in Werners Büro, und Werner Schüler saß uns gegenüber. Rüdiger, wie immer elegant gekleidet, mit Sakko, Bügelfalthose, schicken italienischen Lederschuhen und ich im lässigen, sportlichen Jeans-Outfit. „Ich hab‘ mir nochmal sämtliche Kassetten von July angehört und bin zwar nach wie vor noch nicht hundertprozentig überzeugt, aber die Hartnäckigkeit von July hat mich beeindruckt und mir gezeigt, dass an dem Kerl was dran sein muss. Ich biete euch hiermit einen Fünf-Jahres-Künstler-Exklusiv-Vertrag an!“ „Holey Moley! Ich hab’s geschafft“, dachte ich mir und war innerlich völlig aus dem Häuschen, denn mit einem Plattenvertrag-Angebot hatte ich echt noch nicht gerechnet. Rüdiger grinste über das ganze Gesicht, man sah schon die Dollarzeichen in seinen Augen, und er nahm als mein Manager gutgelaunt den Handschlag vom Produzenten Werner Schüler entgegen. Meine übergroße Freude versuchte ich so gut es ging zu verbergen und gab meinem neuen Produzenten nur ganz cool die Hand und sagte „OK! Dann bis bald!“ Ich stieg wieder in den Benz von Rüdiger, und wir fuhren erst einmal zu Rüdigers Stammlokal, wo wir auf unseren Plattenvertrag mit Budweiser Pils und Linie Aquavit anstießen. Ich hatte doch tatsächlich eben einen Plattenvertrag unterschrieben. 


Im Laufe der nächsten Zeit sollte ich in den Siegel-Studios jede Menge Demos meiner Songs aufnehmen und mein Produzent Werner Schüler war damit einverstanden, dass ich die Aufnahmen mit den Musikern meiner neuen Band machen werde.

Für mich war also klar, die Jungs von „Unicorn“
 
Achim Göres (Gitarre, Gesang)
Mano Maniak (Gitarre, Gesang)
Bernhard Grassl (Bass)
Fritz Rittmüller (Schlagzeug, Gesang)
July Paul (Keyboards, Gesang)

sind ab sofort meine neue JULY PAUL BAND

Gemeinsam mit der Band ging’s also in der nächsten Zeit wieder fleißig ins Studio, und wir nahmen Song für Song auf. Im Zuge dieser Studioaufnahmen nahmen wir auch zwei Songs von unserem Gitarristen Mano auf. Mein Produzent Werner Schüler war allerdings alles andere davon begeistert, dass wir auch zwei Songs - die nicht von mir stammten - aufgenommen hatten und war völlig außer Rand und Band. Er war außer sich vor Wut und schmiss daraufhin die ganze Band aus dem Studio. Kurz danach ließ er mich in sein Büro kommen und sagte er mir, dass er die Musiker hier nicht mehr sehen will und nur noch mit mir allein arbeiten will. Somit stand ich wieder mal allein und ohne Band da. 

1982

 JULY PAUL BAND

(von links nach rechts)

 Mano Maniak, Fritz Rittmüller, July Paul, Bernhard Grassl, Achim Göres

Kapitel 5:  JULY PAUL BAND 5.0


Die nächsten Jahre wurden sehr turbulent, und ich wurde als Solo-Künstler zum Versuchskaninchen bei Jupiter Records. So richtig wusste mein Produzent nämlich immer noch nicht, in welche Richtung meine erste Plattenveröffentlichung gehen sollte und ließ mich deswegen alle möglichen Songs aufnehmen, die Herrn Schüler in die Finger kamen. Mittlerweile war Jupiter Records dann plötzlich zur Überzeugung gekommen, dass sich am besten eine Sängerin zu mir gesellen sollte, und man versuchte mir deswegen ein gemischtes Duett schmackhaft zu machen. Die Plattenfirma war nun auf der Suche nach einer passenden Sängerin für mich und setzte mir jede Woche eine neue Träller-Lady vor die Nase, mit der ich dann alle möglichen Songs aufnehmen „durfte“. Man schickte mich nach Wien und weiß Gott wo sonst noch hin. Die Wahl fiel schlussendlich dann auf die erfahrene Sängerin Ingrid Peters, die in Deutschland ja schon den einen oder anderen Hit gehabt hatte. Für mich war das auf der einen Seiten eine Ehre, auf der anderen Seite wollte ich eigentlich nicht unbedingt Schlagersänger werden, sondern meine eigenen rockigeren Songs herausbringen. 

Man ließ mir keine Chance, und wir nahmen gemeinsam den Song „Viva la Mamma“ auf, der im März 1983 dann auch den 2. Platz bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest belegte. Den gleichen Platz erzielten wir auch in der legendären ZDF-Hitparade mit Dieter-Thomas Heck. Ingrid und ich hatten plötzlich jede Menge Foto-, Rundfunk- und Fernsehtermine, und wir reisten sehr viel umher. Wir waren zwar viel unterwegs, doch musikalisch oder auch menschlich. kamen wir beide uns überhaupt nicht näher. Die Harmonie zwischen uns war irgendwie keine besonders gute, und so war es auch keine Überraschung, dass unsere Plattenfirma im darauffolgenden Jahr keine weiteren Aufnahmen mehr mit uns gemeinsam plante.


Wieder nahm ich in den Siegel-Studios jede Menge neue Demo-Songs auf, versuchte jetzt aber, meinen Produzenten zu überzeugen, dass ich künftig ausschließlich meine eigenen Songs herausbringen möchte. Ich sah mich überhaupt nicht als Schlagersänger, denn mein Musikstil war wesentlich rockiger, und meine Texte hatten viel mehr Tiefe als das seichte Schlager-Trallala, das Jupiter Records bisher mit mir produzierte. Endlich schien mein Produzent auf mich einzugehen, und ich bekam die Zusage, mit meinen Songs ein Album aufnehmen zu können. „Na geht doch“ dachte ich mir, und mir war klar, dass ich das nur mit einer guten Band machen konnte, denn ich sah mich wie gesagt als rockiger Singer/Songwriter und nicht als Schlager-Fuzzi. Außerdem wollte ich endlich auch wieder mit Band auftreten. So überzeugte ich Werner Schüler ein weiteres Mal, dass ich die neuen Ton-Aufnahmen nur mit meiner eigenen Band machen möchte und sagte ihm, dass ich schon einige Musiker im Petto hätte. Werner war damit einverstanden. „Na geht doch!“


Mittlerweile hatte ich meinen Beruf als A & R Manager und Programmgestalter bei Polyband längst an den Nagel gehängt und war ausschließlich Musiker. Bei Studioaufnahmen für Polyband hatte ich zuvor irgendwann den Bassisten und Studiobesitzer Wolfgang Graf kennen gelernt und es entwickelte sich eine stetige, kreative Zusammenarbeit. Wir ergänzten uns hervorragend und nahmen Woche um Woche gemeinsam immer wieder neue Songs auf. Für mich war klar, dass Wolfi der Grundstock meiner neuen Band sein würde. 


Von da an arbeitete Wolfi Graf mit mir auch im Siegel-Studio zusammen, und wir nahmen dort gemeinsam die ersten Songs für das Album und für die erste Single auf. Leider stellte ich fest, dass mir mein Produzent nach wie vor , andere Songs aufs Auge drückte und die mit aufs Album sollten. Es waren vor allen Dingen Lieder, die Songtexte von ihm enthielten, was bedeutete, dass er nicht nur als Produzent, sondern auch als Textdichter an den Tantiemen meines Albums künftig mitverdienen würde. In den nächsten Wochen lernte ich den Keyboardspieler Rainer Jäger kennen, der zuvor bei der Band „Schweizer“ gespielt hatte, und der war der nächste, den ich in die Band mit aufnahm.


Jupiter Records beschloss als erste Single den Titel „Engel der Nacht“ herauszubringen, der leider nicht von mir, sondern von Werner Schüler stammte und der mir schon wieder ein bisschen zu viel in Richtung Schlager ging. Trotzdem hielt ich bald meine erste Single-Platte in den Händen. Für einen kurzfristigen Fernsehauftritt wurde schnell eine Pseudoband zusammengestellt, in der aber Wolfi und Rainer bereits mit von der Partie waren. Als nächstes rief ich Achim Göres an, mit dem ich ja noch bis zu dem Zeitpunkt zusammengespielt hatte, bevor Werner die Band aus dem Studio schmiss, und fragte ihn, ob er in die Band einsteigen möchte. Auch Achim sagte sofort zu. Kurz darauf stellte mir Rainer Jäger den Gitarristen Rolf Pröpper vor, mit dem er zusammen bei der „Schweizer“ spielte, und nachdem wir uns kennengelernt hatten, war er der nächste im Bunde in unserer Band. Jetzt fehlte nur noch ein Schlagzeuger, und mir fiel spontan mein ehemaliger Dummer Bernhard Ries ein. Ich kannte ja zum einen bereits seine Qualität als Schlagzeuger und Sound-Tüftler und schätzte vor allem auch seine Kontinuität, seinen Fleiß und seine Zuverlässigkeit, was für eine Band ja ganz besonders wichtig ist. Nachdem Bernhard also 1980 die JULY PAUL BAND damals verlassen hatte, war er jetzt wieder bereit, in der neuen Besetzung mitzuwirken und komplettierte somit unsere Formation.

Jetzt gab es endlich wieder eine JULY PAUL BAND und mit

Achim Göres (Gitarre, Gesang)
Rolf Pröpper (Gitarre, Gesang)
Rainer Jäger (Keyboards, Gesang
Wolfgang Graf (Bass)
Bernhard Ries (Schlagzeug, Gesang)
July Paul (Keyboards, Gesang) 

waren wir ab sofort zu sechst. Alle Bandmitglieder - mit Ausnahme von mir - wurden für die Studioaufnahmen der neuen Langspielplatte bezahlt, und wir probten viel und wurden auch immer besser. Jeder der Musiker war ein Könner auf seinem Instrument und bald schon hatten wir einen tierisch geilen Sound, der völlig eigenständig und unverwechselbar klang. Ich war begeistert und freute mich schon total darauf, mit der Band nach Abschluss der Studioaufnahmen eventuell auf Tour gehen zu können. Schließlich hatte ich ja einen hervorragenden Manager, der sich um diese Dinge kümmern wollte.

1985 erschien dann das Album „Schrei wenn du kannst“, und es war alleine schon wegen meinem Plattenvertrag klar, dass der Tonträger als „July Paul“ veröffentlicht wird und nicht als JULY PAUL BAND. Den Bandmitgliedern machte das nichts aus, denn schließlich wurden sie ja für die Studioaufnahmen entlohnt. In der Münchner Alabamahalle präsentierte ich dann mit der Band die neue Platte, doch leider war bei der Album-Präsentation die megagroße Halle so gut wie leer. Rüdiger Hoffman schaffte es lediglich, einige Medienleute, Bekannte und Freunde zu mobilisieren, um bei unserem Debüt-Aufritt mit dabei zu sein. Es war echt schade. Die Band war wirklich großartig, nur die Zuschauerzahl war enttäuschend. Es waren sicherlich die besten Musiker, mit denen ich bis dahin je zusammen gespielt hatte. Die Band unglaublich rockig, hatte eine tolle, professionelle Bühnenpräsenz und war präzise wie ein Schweizer Uhrwerk. Was will man als Sänger da noch mehr? „Deutschland, wir kommen“, ging’s mir durch den Kopf und zu dieser Zeit waren gerade Bands wie „Klaus Lage“ „BAP“ oder „Wolfgang Mahn angesagt, denen wir künftig Konkurrenz machen wollten, denn meine neue Band hatte absolut das Zeug dazu. Die Wochen nach der LP-Veröffentlichung waren allerdings mehr als ernüchternd. Mein Manager schaffte es irgendwie nicht, unsere Band auf Tour zu schicken. Ganz im Gegenteil. Er zog keinen einzigen Gig für uns an Land und Frustration machte sich breit. Alles was wir jetzt mit harter Arbeit aufgebaut hatten, war plötzlich wie eine Seifenblase zerplatzt. Sämtliche Musiker suchten das Weite, denn wie heißt’s so schön: „Ohne Moos, nix los!“

1985

JULY PAUL BAND

(von links nach rechts)

 Rolf Pröpper, Rainer Jäger, Bernhard Ries, July Paul, Achim Göres, Wolfgang Graf

Kapitel 6: JULY PAUL BAND 6.0


Ich hatte zwar bei Jupiter Records jetzt eine LP und drei Singles herausgebracht, aber der erhoffte Erfolg hatte sich nicht eingestellt, und ich fühlte mich irgendwie von der Plattenfirma im Regen stehen gelassen. 1986 zog ich die Reißleine und bat in Absprache mit meinem Manager um Vertragsauflösung. Nach monatelangem Hick-Hack wurde meinem Wunsche entsprochen und mein Vertrag wurde Gott sei Dank aufgelöst. Ich hatte die Schnauze voll. Da finanziell schon seit langem keine vernünftigen Einkünfte mit der Musik mehr zustande kamen, war ich ja schon längst gezwungen, einen anderen Weg einzuschlagen und trat wieder mal in die Fußstapfen meines Vaters und wurde hauptberuflich Modenschau-Veranstalter. Auch mein Vater hatte nämlich nach dem Karriereende seiner Musikerlaufbahn diesen Weg eingeschlagen und war seit mehr als einem Jahrzehnt damit sehr erfolgreich. 

Ich hatte noch meinen Managementvertrag mit Rüdiger und wir einigten uns darauf, einen neuen Anlauf zu starten und mich und meine Songs anderen Plattenfirmen anzubieten. Wir buchten deswegen ein Tonstudio in München-Schwabing, und mit Achim Göres - mit dem nach wie vor sehr gut befreundet war - und einigen anderen nahmen wir dort sechs Songs auf. Nachdem das Demoband fertig war, fuhr ich quer durch ganz Deutschland und klapperte persönlich in Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart und München alle möglichen großen Plattenfirmen ab. Ich spielte überall meine Songs vor, doch keiner wollte sie haben. Überall das gleiche Problem. An Dialekt-Rock war keine Sau interessiert und ich bekam nur Absagen. Es war wirklich mehr als frustrierend. Der ganze Aufwand umsonst. In meinen Kopf waren nur noch schwarze Wolken. Für mich war klar, dass ich jetzt einen Schlussstrich ziehen musste. Kurz darauf bat ich meinen Manager, seinen Vertrag mit mir vorzeitig aufzulösen. Ich hatte keine Kraft und keine Energie mehr. 


Ab 1986 konzentrierte ich mich dann nur noch auf meine Funktion als Modenschau-Veranstalter und verlegte deswegen meinen persönlichen Lebensmittelpunkt - wie’s so schön heißt - nach Österreich. Das Thema Musik hatte ich endgültig abgehakt. Ich wollte damit nichts mehr zu tun haben. In den nächsten Jahren wurde mein Modenschau-Unternehmen recht erfolgreich, und deswegen zog ich 1992 mit meiner Frau und meinen beiden Kindern nach Kärnten.
 
So ganz aufhören konnte ich mit der Musik allerdings irgendwie immer noch nicht, denn immer wieder ertappte ich mich, dass ich mich an mein E-Piano setzte, Songs komponierte und sie auf meinem Achtspur-Recorder aufnahm. Bei einer Hotel-Modenschau 1995 lernte ich dann am Wörthersee den Musiker Werner Triebel kennen. Er saß dort an einem Piano und unterhielt singend die Gäste. Wir kamen sofort ins Gespräch und ich erzählte ihm, dass ich früher ebenfalls viel Musik gemacht hatte, mich aber mittlerweile seit fast zehn Jahren zurückgezogen hatte. Werner wollte unbedingt einen Song von mir hören und ich tat ihm den Gefallen. Ich glaube, es war „Imagine“ von John Lennon, was ich sang und er begleitete mich dabei am Piano. „Mensch, du singst ja echt gut“ sagte er hinterher und ich erzählte ihm, dass ich eigentlich eher eigene Songs spiele und singe. Ein paar Tage später besuchte er mich in meinem Haus am Wörthersee und hörte sich meine Songs an. Irgendwie war zwischen uns sofort eine Chemie entstanden und ich sagte zu ihm spontan, ob er Lust hätte, ein paar Songs von mir im Duett zu singen.
 
Ein paar Monate später standen wir schon gemeinsam in einem Kärntner Tonstudio und nahmen ein ganzes Album auf. Mir war es zuvor tatsächlich gelungen, ein kleines Plattenlabel zu finden, das bereit war meine Songs zu veröffentlichen. Werner und ich nahmen ausschließlich Kompositionen und Texte von mir auf und wir nannten uns „July & Sepp Tember“. Da ich immer gern Wortspiele machte, verpasste ich ihm nämlich - mit seinem Einverständnis - diesen Künstlernamen. Die Musikwelt hatte mich also wieder. Nachdem wir als Gesangs-Duett sogar einige Fernsehauftritte in Österreich hatten und auch live Auftritte spielten, konnte ich mit diesem Start dieses Mal durchaus zufrieden sein. Ich hatte eben kleinere Brötchen gebacken. Sogar das Radio spielte gelegentlich den Song „Komm gib’ mir dei’ Hand“, der sich auf dem Album befand. Wie so oft aber in meiner Musikerlaufbahn musste ich allerdings wieder feststellen, dass immer, wenn ich geglaubt hatte, es läuft, plötzlich wieder irgendetwas schiefgeht. Werner hatte nämlich überhaupt keine große Lust daran, ein Programm einzustudieren oder an einer Karriere zu arbeiten. Wieder mal war das Projekt ein Schuss in den Ofen und ich bereute es sehr, dass ich mir so viel Mühe gemacht hatte und mit ihm ein Album aufgenommen hatte. Wir beendeten daraufhin unsere Zusammenarbeit.
 
Von da an konzentrierte ich mich wieder auf mich alleine und es folgten CD-Produktionen wie am Fließband. 1998 produzierte ich die Single-CD "I mog Kärnten", für die ich mich sowohl als Sänger, Musiker, Komponist, Textdichter und Produzent in einer Person verantwortlich zeigte. Der Song wurde in Kärnten ein Insider-Hit und ein beeindruckender Live-Erfolg. Wo immer ich hinkam, wollten die Leute dieses Lied hören. Ab da ging es wieder Schlag auf Schlag, und meine Lust an der Musik war nicht zu bremsen. Schon bald nahm ich ein Soloalbum auf und sang diese Lieder sogar bei meinen Modenschauen, und auch die CD verkaufte sich gar nicht schlecht.
 
1999 beendete ich nach fünfzehnjähriger Tätigkeit meinen Beruf als Modenschau-Veranstalter und wagte es im Alter von 44 Jahren nochmals, mich hauptberuflich ins Musik-Business zu wagen. Ich baute mir selbst ein kleines Tonstudio und hatte somit mehrere Säulen, mit denen ich meine künstlerischen Einkünfte erzielen konnte. Live war ich als singender DJ oder Singer/Songwriter unterwegs und in meinem Tonstudio spezialisierte ich mich auf Werbung und CD-Produktionen mit persönlichen Liedern, die ich zum Beispiel für runde Geburtstage für alle möglichen Leute schrieb und als Geschenkidee auf CD produzierte. Ich fing an, Werbe-Jingles für Firmen zu produzieren und war auch als Sprecher für Werbespots zu buchen. Ich gründete mit Knox - einem steirischen Gitarristen - zusätzlich ein Musik-Duo und spielte knapp zehn lang mit ihm unter dem Namen „JULY PAUL & KNOX“ alle möglichen Events, Feierlichkeiten, Hochzeiten und Partys.

Dann gründete ich eine Gesangsgruppe, nannte sie „July Paul & Friends“ und war mit der Gesangsformation in den nächsten Jahren in ganz Österreich unterwegs, und wir sangen vorwiegend in der Advents- und Weihnachtszeit auf allen möglichen Weihnachtsmärkten und Firmenfeiern. Mittlerweile war ich ziemlich viel unterwegs und das noch dazu in allen möglichen unterschiedlichen Formationen und war auch damit live zu hören. Daran, eine neue JULY PAUL BAND ins Leben zu rufen, dachte ich allerdings in keiner Weise mehr.

Ab 2003 wollte es das Schicksal, das ich zu meinen gastronomischen Wurzeln zurückfinden sollte, und ich übernahm als Hüttenwirt auf der Gerlitzen in Kärnten - oberhalb des Ossiacher Sees - eine der schönst gelegensten Hütten dieser Region. Acht Jahre lang betrieb ich dann zusammen mit meiner Frau Andrea auf 1645 Meter Seehöhe diese Berghütte und wurde als singender Wirt sogar weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Meine Live-Musik-Aktivitäten gab ich aber auch in dieser Zeit in keiner Weise auf und spielte - wann immer es die Zeit erlaubte - weiterhin in unterschiedlichsten Formationen und auf allen möglichen Events. 2005 veröffentlichte ich den Song „Sommer auf'm Berg“ und produzierte mit Hilfe großartiger Musiker aus Kärntner und Bayern ein Konzeptalbum. Mit dem gleichnamigen Titelsong schaffte ich damit sogar den Sprung in die ORF Schlagerparade von Radio Kärnten und belegte - wieder mal - den Platz 2. Ein Platz, den ich scheinbar in meinem Leben abonniert hatte. Dieser fröhliche Sommersong wurde in Kärnten zu einem Ohrwurm und zu einem unerwarteten Radiohit. Auch die CD verkaufte sich gut, und es sollten in den kommenden Jahren weitere CD-Veröffentlichungen folgen. Nach sechzehn Sommer- und Wintersaisonen beendete ich meine Hüttenwirt-Tätigkeit und kümmerte mich wieder mehr um ausschließlich künstlerische Belange wie das Komponieren und Texten von Liedern.
 
2011 produzierte ich mit „Neues Leben“ ein weiteres Studioalbum, auf dem sich ebenfalls ausschließlich eigene Kompositionen und Texte befanden. Ein Jahr später stellte ich mein neues Live-Programm „Urknall“ vor und performte dieses mit den beiden bayerischen Musikern Bernhard Galler und Fritz Rittmüller. Als ich 2014 zusammen mit der Sängerin Joana Oswald in einem Klagenfurter Musikclub auftrat, lernte ich dort den Gitarristen Herbert Brandstätter kennen. Er bot mir an diesem Abend sein Mitwirken als Gitarrist an und bereits ein paar Monate später gesellten sich noch mit Roman und Ivo, zwei weitere Kärntner Musiker dazu.
 
Jetzt war mir klar, nach schlappen 28 Jahren Bandpause ist es mal wieder Zeit die JULY PAUL BAND wieder zu reanimieren und mit
 
Herbert Brandstätter (Gitarre, Gesang)
Roman Ulram (Bass)
Ivo Samitz (Schlagzeug, Gesang)
July Paul (Keyboards, Gesang)

gab es eine unerwartete Neuauflage meiner Band.

2015

JULY PAUL BAND

(von links nach rechts)

 Herbert Brandstätter, July Paul, Roman Umrahm, Ivo Samitz

Kapitel 7:  JULY PAUL BAND 7.0 

 
Es folgten mit der neuen JULY PAUL BAND einige Auftritte, doch schon nach ein paar Monaten verabschiedete sich wieder mal einer der Musiker. Dieses Mal war es der Bassist, der aus beruflichen Gründen leider aufhören musste, doch ich war nicht gewillt, das Projekt wieder auf Eis zu legen. Es dauerte auch noch eine Weile, aber 2015 stieg dann der Kärntner Johannes Widmann in die Band ein und ersetzte den fehlenden Bassisten.
 
Herbert Brandstätter (Gitarre, Gesang)
Johannes Widmann (Bass)
Ivo Samitz (Schlagzeug, Gesang)
July Paul (Keyboards, Gesang)

Das war also die neue JULY PAUL BAND, und in dieser Besetzung arbeiteten wir konzentriert an einem neuen Programm und spielten auch einige Konzerte. Wir einigten uns gemeinsam darauf als erste Single-CD den Song „Wonderland - Des ois is’ Austria“ herauszubringen und planten deswegen die Aufnahmen bei mir im Tonstudio. Leider musste Ivo bei den Aufnahmen durch Fritz Rittmüller am Schlagzeug ersetzt werden, da es zeitliche Probleme gab, die Aufnahmen unter Dach und Fach zu bringen. Da auf der Single-CD somit keine komplette Bandbesetzung war, brachte ich den Tonträger Anfang 2016 lediglich unter dem Namen JULY PAUL heraus und nicht unter JULY PAUL BAND. Dies sollte erst bei einem kommenden Album passieren, zu dem es aber leider nicht mehr kam, da sich einige Band-Mitglieder anderen Bands anschlossen und sich nie mehr meldeten. Somit war auch diese Besetzung Geschichte.

2016

 JULY PAUL BAND

(von links nach rechts)

 Herbert Brandstätter, Ivo Samitz, July Paul, Johannes Widmann

Kapitel 8:  JULY PAUL BAND 8.0


Eine Neuauflage der July Paul Band gab es dann tatsächlich wieder Ende 2019.

Fritz Rittmüller, Achim Göres, Manuel Frey und ich arbeiteten von Herbst 2019 bis ins Frühjahr 2020 gemeinsam an meinem Soloalbum „Prise Hoffnung“. Der Bassist Manuel Frey vervollständigte dabei als letzter unsere Band, nachdem ich ja mit Achim und Fritz bereits schon jahrzehntelang gemeinsam an unzähligen CD-Produktionen erfolgreich gearbeitet hatte. Außerdem sind wir drei gut befreundet. Durch die "Prise Hoffnung"-Produktion wuchs die neue Formation allerdings zu einem echten Quartett zusammen.

Als ich im Februar 2021 vom Tod eines Freundes erfahren hatte, schlug das bei mir ein wie ein Blitz. Ich konnte und wollte es nicht fassen und setzte mich kurz darauf an mein Klavier und begann für ihn den Song „Bimey Bye Bye (Tribute To A Rock’n Roll Sonnyboy)“ zu schreiben. Meine Bandkollegen waren von dem Lied begeistert und so beschloss wir alle vier gemeinsam, das Lied im Studio aufzunehmen und als neue Single der JULY PAUL BAND zu veröffentlichen.

Achim Göres (guitars/vocals)
Fritz "Freeman" Rittmüller (drums/vocals)
Manuel Frey (bass)
July Paul (piano/vocals)

2021

 July Paul Band

(von links nach rechts, oben nach unten)

 Achim Göres, July Paul, Fritz "Freeman" Rittmüller, Manuel Frey

July Paul Band 

Kurz-Biografie 2021

July Paul

Sänger, Musiker, Komponist, Textdichter, Musikproduzent, Sprecher, Moderator und Buchautor, ist eigentlich als Julius Michael Paul in München geboren und aufgewachsen. Bereits im Alter von 5 Jahren hatte der kleine Julius mit der Band seines Vaters, dem July Paul Quartett, seinen ersten Gesangsauftritt auf einer Bühne, und im Alter von 6 Jahren bekam er von einem Lehrer des Richard-Strauss-Konservatoriums Klavier und Flötenunterricht.


1975 trat er in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Profi-Musiker. 1978 gründete er die July Paul Band. July begann eigene Lieder zu schreiben. 1979 übernahm er bei der Münchner Produktionsfirma Polyband die Stelle des Musikprogrammgestalters und Musikproduzenten. 1980 veröffentlichte July mit der July Paul Band sein Debütalbum.  1982 wurde er freiberuflicher Musiker und schrieb u. a. Titelmusiken für zahlreiche TV- und Zeichentrickfilme (u. a. für die Serie „Captain Harlock den von July komponierten Titelsong sang Nicole). 1983 belegte July zusammen mit der Sängerin Ingrid Peters als Gesangs-Duett Ingrid Peters & July Paul mit dem Titel „Viva La Mamma“ den 2. Platz bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Den gleichen Platz belegten die beiden 1983 auch in der ZDF-Hitparade. 1983 wurde er Dritter als Textdichter für den österreichischen Beitrag zum Eurovision Song Contest.

2013 wurde July von der AKM Österreich als Singer/Songwriter, bzw. als Komponist mit seinem Song „You“ für projektpop2014 nominiert und ausgewählt. Im Februar 2019 veröffentlichte er als Buchautor seine Autobiografie „Aufgeben war NIE mein Ding - Die bewegende Lebensgeschichte eines Musikers“. Die wahre Geschichte eines bunten und wechselvollen Musikerlebens, prall gefüllt mit erstaunlichen Begegnungen, Erlebnissen und Erkenntnissen. Ein Buch, das mit großartigen Rezensionen und Kommentaren geradezu überhäuft wurde. 

Von 1980 bis heute wurden von July Paul mehr als dreißig verschiedene Tonträger veröffentlicht. Über 200.000 Exemplare wurden davon verkauft. Unzählige Konzerte und Auftritte aller Art absolvierte er auch in dieser Zeit als Musiker, Singer/Songwriter und singender DJ in Deutschland und Österreich.


Achim Göres

In Saarbrücken geboren und aufgewachsen im niederbayerischen Deggendorf. 1977 zog er in die Landeshauptstadt Bayerns und wurde im Laufe der Jahre zu einem der gefragtesten Live- und Studiogitarristen Münchens. Mehrfacher deutscher Meister im Rudern. Slalom-Ass. Langjähriges Kung Fu Training. Gitarristisch groß geworden in den 1960er- und 1970er-Jahren, als der Blues zum Rock wurde, ist Achim Göres seit fast 40 Jahren als Profi-Gitarrist auf der Bühne und im Studio zuhause. Er spielt und spielte in zahlreichen namhaften Blues-, Rock-, Cover- und Galabands und ist ein echter Live-Veteran mit weit über 3000 Shows bisher. Mittlerweile ist Achim Göres auch Autor zahlreicher erfolgreicher Gitarrenlehrbücher und Mitbetreiber der Musikschule "Ohwurm" in München.


Fritz „Freeman“ Rittmüller

Fritz der eigentlich Friedrich Carl heißt, aber besser als Freeman bekannt ist, ist in München geboren und aufgewachsen und begann mit dem Trommeln schon in den 60iger Jahren. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er 1969 im legendären Blow Up in Schwabing. Nach Abschluss einer Banklehre war für ihn klar, dass seine Berufung die Musik ist. Unterricht bei Harald Rüschenbaum, Masterkurse, unter anderem bei Max Roach und das Studium der Dante Agostini Lehren bildeten einen soliden Grundstock für seinen weiteren Lebensweg. Seit 1985 arbeitet er auch als Tontechniker und Produzent, betreibt seine Firma Spice Records, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn, der jetzt Inhaber der Firma Faceline Records ist.


Manuel Frey

Manuel, geboren am Bodensee, ist das jüngste Bandmitglied. Mit 14 Jahren durfte er erstmals auf dem E-Bass seines Bruders spielen und wurde dann zum E-Bassisten verschiedener Jugendbands. Bald kaufte er sich seinen ersten eigenen bundlosen E-Bass, mit dem er noch als Schüler in der Gala-Bigband „Kir Royal“ einstieg. Nach einem Jahr beim Luftwaffenmusikkorps in Hamburg und intensiven E-Bass-Studien vor allem in Richtung „Slap“ entschied sich Manuel als einziger Superdreamer gegen eine professionelle Laufbahn als Musiker. In der Folge spielte er in Bands verschiedener Stilrichtungen und gelegentlich auch als Theatermusiker bei „Cats“ in Zürich. Eine der interessantesten Gruppierungen war dabei sicherlich das Scotfunk-Duo „Kir Whisky“, bestehend aus Dudelsack und geslapptem E-Bass, mit dem er in den 1990ern die Stuttgarter Partyszene bereichern durfte.

Seit der Rückkehr nach Deutschland nach einem Auslandsaufenthalt in Schweden hat sich Manuel hauptsächlich dem Jazz verschrieben und spielt im Münchner ClubJazz-Quartett Mo’fazz E-Bass und auch Kontrabass.

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